Bildungsminister Schwarz besucht Technikakademie

Neue Fachkräfte für die Energiewende: Bildungsminister Schwarz besucht Technikakademie Weilburg 

Wer die Energiewende schaffen will, braucht Menschen, die sie umsetzen können. An der Technikakademie Weilburg ist genau dafür in diesem Schuljahr ein neuer, deutschlandweit einzigartiger Studiengang gestartet: „Erneuerbare Energien und Energiemanagement“ (EEE). 

Dass gleich mehrere prominente Gäste zum Auftakt vorbeischauten, zeigt, welche Erwartungen an das Projekt geknüpft werden – allen voran der Hessische Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Armin Schwarz, der sich in Weilburg selbst ein Bild machte, durch unsere Labore führen ließ und mit dem ersten Jahrgang ins Gespräch kam. 

Schulleiter Holger Schmidt empfing den Minister und dessen Begleitung – leitender Ministerialrat Holger Arnold aus dem Kultusministerium, die Landtagsabgeordneten Tobias Eckert, Andreas Hofmeister und Christian Wendel, Theresa Rohde vom Staatlichen Schulamt Limburg-Weilburg sowie Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch – zunächst mit einem Rundgang durch unseren Energiepark. Unter dem Motto „Volles Programm, voller Elan“ richtete sich der Blick schnell auf die eigentlichen Hauptpersonen des Tages: den Pilotjahrgang des neuen Schwerpunkts. 

 

Der Pilotjahrgang: viele verschiedene Berufe, ein gemeinsames Ziel 

Gemeinsam ist unseren Studierenden vor allem eines: eine abgeschlossene duale technische Ausbildung als Fundament. Die konkreten Berufe und Erfahrungen, mit denen sie an die Technikakademie kommen, sind dagegen bunt gemischt. Was sie eint, ist der Wille, sich mit der Energiewende nicht nur zu beschäftigen, sondern sie aktiv mitzugestalten. Genau das gaben viele von ihnen auch dem Minister als Antwort mit, als dieser sich nach ihren Beweggründen erkundigte: Die Energiewende betreffe alle, man müsse etwas tun – und wolle es auch. 

Am Ende der Weiterbildung, so das Versprechen der Schule, kehren sie als gefragte Fachkräfte in ihre Heimatregionen zurück, „mit vollen Eimern“, wie es Schulleiter Holger Schmidt formulierte. 

Technik, Wirtschaft und Recht in einem Studiengang 

Inhaltlich verbindet der neue Schwerpunkt technische, wirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen. Unsere Studierenden lernen nicht nur, wie sich Energie aus Photovoltaik, Wind, Wasser und Biomasse gewinnen lässt, sondern auch, wie sie effizient genutzt, gespeichert und in bestehende Netzstrukturen eingebunden wird. 

Angesprochen sind vor allem Fachkräfte aus verwandten dualen Berufen: 

  • Elektronikerinnen und Elektroniker 
  • Mechatronikerinnen und Mechatroniker 
  • Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker 
  • Technische Systemplanerinnen und Systemplaner 

Am Ende stehen ihnen vielfältige Wege offen: von der Instandhaltung energetischer Anlagen über technische Beratung und Projektmanagement bis zu Tätigkeiten in Energiepolitik, Energierecht oder der beruflichen Bildung selbst. 

Für die Praxis stehen neben dem Energiepark moderne Fachräume, Labore und Simulationssoftware zur Verfügung. Getragen wird der Schulversuch außerdem von einem Netzwerk regionaler Partner – Handwerksbetriebe, die Wärmepumpenakademie, Stadtwerke und die Landesenergieagentur Hessen (LEA) bringen Expertise, Praktikumsplätze und Projektaufträge ein. Unsere Lehrkräfte haben sich gezielt fortgebildet, um für den Start gut gerüstet zu sein. 

Mit eigenem Wohnheim und Mensa bieten wir zudem einen Ort, an dem Studierende aus ganz Hessen unabhängig von ihrem Heimatort lernen und leben können – ergänzt um zahlreiche Zusatzqualifikationen, mit denen sie sich neben dem eigentlichen Abschluss zusätzlich profilieren können. 

„Fachkräfte, die Technik, Ökonomie und Nachhaltigkeit zusammenbringen“ 

In seinem Grußwort machte Minister Schwarz deutlich, worauf es aus seiner Sicht ankommt: Angesichts knapper Ressourcen, volatiler Energiepreise und wachsender Erwartungen an den Klimaschutz brauche es Fachkräfte, „die Technik, Ökonomie und Nachhaltigkeit zusammenbringen“. 

Berufliche Weiterbildung sei der Motor, mit dem sich genau solche Fachkräfte für eine klimaneutrale Zukunft ausbilden ließen – wer die Zukunft gestalten wolle, müsse heute in Bildung und Technik investieren. Die Fachschule Weilburg-Hadamar sei für einen solchen Schulversuch geradezu prädestiniert, so der Minister, weil sie moderne technische Ausstattung mit einem gut ausgebauten regionalen Netzwerk und erfahrenen Lehrkräften verbinde. Besonders die enge Verzahnung von Theorie und Praxis komme den Studierenden zugute – der Mittelstand warte schon auf sie. 

Rundgang durch die Fachlabore 

Im Anschluss führte unser Schulleiter seine Gäste durch die Fachlabore der Technikakademie: Elektropneumatik, das 3D-Druckzentrum und das Labor für Robotik und Automation gaben einen Eindruck davon, mit welcher Ausstattung wir unsere Studierenden auf die Zukunft vorbereiten. 

Ein Vormittag, der zeigte, wie viele Beteiligte – von der Landespolitik über die Kommune bis zur Wirtschaft – hinter dem Vorhaben stehen, aus dem neuen Schwerpunkt Erneuerbare Energien und Energiemanagement ein festes Aushängeschild der beruflichen Weiterbildung in Hessen zu machen. 

Interesse am Studiengang „Erneuerbare Energien und Energiemanagement“ (EEE)? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf – wir informieren Sie über Voraussetzungen, Ablauf und Ihre Perspektiven nach dem Abschluss.